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- 24.3.2011: Nachtrag 16.-20.03.: Vier Ketscher bei frühlingshaften Temperaturen in Frankfurt gelandet
- 23.3.2011: Nachtrag zum 07. März: 'Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.' A. Kolping
- 21.3.2011: Unerwartete Begegnungen
- 18.3.2011: Camping im Nationalpark Siete Tazas
- 18.3.2011: Von der Wueste in die Metropole
- 16.3.2011: Mit dem Kajak auf dem Rio Loncomilla
- 16.3.2011: Brodelndes Wasser und Dampfschwaden: "Die El Tatio - Geysire"
- 14.3.2011: Lagunen und Flamingos
- 14.3.2011: Spuren im Sand
- 14.3.2011: Un grand fiesta
Nachtrag zum 07. März: ‘Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.’ A. Kolping
Den Tag begannen wir mit einem gemeinsamen Gottesdienst, den Padre Walter in deutscher und kastilianischer Sprache in der Hauskapelle des Casa Kolping zelebrierte.
Grund der zwei Sprachen war die Reunion mit dem Directorium National Kolping Chile. Der Vorsitzende Don Oskar begrüßte die anwesenden Vorsitzenden und unsere Delegation aus Deutschland in der Stadt Villarica, in der Kolping Chile die ersten Schritte machte und in deren Kathedrale eine Kolping-Reliquie zu finden ist. Er drückte seine Freude über den Besuch unserer Delegation in seinem Lande aus. In kurzen Worten umriss er die Arbeit des Kolpingverbandes in der Vergangenheit. Die Visionen für die Zukunft lauten: Ein gutes Bild Chiles im Ausland schaffen, nationale Einigkeit innerhalb des Kolpingwerkes, Stärkung der Kolpingjugend, als Quelle der Erneuerung.
Markus Essig übermittelte die Grüße aus Freiburg in einem Videoclip mit Kerzenweihe und stellte unsere Diözese mit ihren Strukturen vor. Er betonte, dass die Beziehungen zwischen Freiburg über lange Jahre gewachsen sind. Einzelne Menschen wurden zu einem Gesicht für Viele.
Juan Carlos betonte wie wichtig es ist, dass jeder, jedem geholfen hat und dies einer der wichtigsten Botschaften Adolph Kolping ist. Gerade die schnelle Hilfe von Kolping Freiburg nach dem Erdbeben hat gezeigt: Niemand ist allein und wie wichtig es ist, bei Kolping zu sein.
Für die Zukunft gilt es sich einzustellen, wie man sich bei künftigen Katastrophen vorbereiten muss. Dies gilt für den Wiederaufbau der Häuser und der Energieversorgung.
Mit Blick auf die Romreise betonte Markus Essig nochmals die Einladung unserer Diözese nach Freiburg. Die Anzahl der Besucher aus Chile und die Einzelheiten des Reiseablaufes gilt es noch abzustimmen.
Wie wir in Chile offene Türen gefunden haben, werden auch den Chilenen die Türen in unseren Kolpingfamilien offenstellen. Alle sind herzlich willkommen.
Juan Carlos berichtete über ein Pilotprojekt zur Energieeinsparung durch den Austausch der Straßenbeleuchtung durch Sonnenenergie. Die Kosten für so ein ähnliches Projekt könnte Kolping Chile übernehmen und möchte damit das Bewusstsein für die Klimakatastrophe auch im eigenen Land wecken.
Die Kolpingsfamilie Ketsch, als stärkste Fraktion der Delegation, übergab eine Spende an Juan Carlos zur Unterstützung weiterer wichtiger Projekte. Alle vier Teilnehmer sind zum ersten Mal Chile und sind überwältigt dieser wunderschönen, aber auch gefährlichen Natur.
Die Menschen, die wir getroffenen haben, zeigen Mut, Tatkraft und Gottvertrauen, also genau das, was auf unseren T-Shirts zu lesen ist.
Das erste Grundstück des chilenischen Kolpingwerkes
Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Huincacara. Dieser Name stammt aus der Mapuche-Sprache und bedeutet „Ausländer“. Die Mapuche bezeichneten damit die Spanier, die sich um den Vulkan angesiedelt haben. Dies hätten Mapuches niemals getan, 1949 ist der Vulkan ausgebrochen und hat die gesamte Region vernichtet. Auf unserer Fahrt begleitete uns Pater Walter, auf dessen Anraten dieses Gelände von 45 ha 1983 gekauft wurde. Ihm wurde übrigens am 29.09.2010 die höchste Auszeichnung der chilenischen Abgeordnetenkammer für seine Verdienste im Lande verliehen.
Viele Geschichten aus der damaligen Zeit hat er uns auf der Fahrt und vor Ort erzählt.
Stundenlang könnte man ihm zuhören.
Das Stück Land das beim Kauf 1983 noch nicht nutzbar war, zeigte sich nach der Arbeit von vielen Kolpingschwestern und –brüdern heute als kleines Naturparadies mit eigener Quelle und unzähligen neu angepflanzten Baumarten aus allen Ländern der Erde. Es ist ein Domizil der Erholung für Jugendliche entstanden, das sehr rege genutzt wird und immer wieder mit Infrastruktur ergänzt wird.
Cono Sur und assado
In einer Präsentation von Ingrid Jara Llancafil, Direktorin Area Juvenil wurde uns die Jugendarbeit von Kolping Chile vorgestellt. Die Hauptarbeit liegt derzeit in der Vorbereitung des 3. Internationalen Jugendtreffen der Cono Sur-Länder mit ihren Partnern 2012 in Chile.
Gerade in der Jungendarbeit ist die Ausbildung eine der wichtigsten Aufgabe des Kolpingwerkes. Hier ist die die Kolpingfamilie Ketsch mit einem Pilotprojekt zur Finanzierung einer Ausbildungspatenschaft Vorreiter gewesen.
Ein Asado, ein chilenisches Grillfest bildete den Abschluss dieses Tages. In einer Erdgrube wurden Lamm und Rindfleisch auf Holzspießen köstlich gebraten und gemeinsam verzehrt. Ein wunderbarer Abschluss eines informativen und schönen Tages.
7. März 2011 Helga Rey
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